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07.09.2013, 10:00 Uhr
„Politischer Brunch“ auf dem Biobauernhof in Epfendorf

Zweistündiges Gespräch mit Unionsfraktionschef Volker Kauder von der Lokalpolitik bis zu den weltpolitischen Herausforderungen

„Politischer Brunch“ auf dem Biobauernhof in Epfendorf

 

Zweistündiges Gespräch mit Unionsfraktionschef Volker Kauder von der Lokalpolitik bis zu den weltpolitischen Herausforderungen

 

Die Situation um Syrien bewegt und beschäftigt die Menschen. „Der Einsatz von Giftgas ist ein schweres Verbrechen gegen das internationale Völkerrecht, gegen die Menschlichkeit.“

Dies ist die eine klare Botschaft, die der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDFU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder beim Brunch auf dem Bauernhof von Johannes Sauter in Epfendorf vermittelte. Genau so klar und deutlich aber kritisierte er die Haltung von US-Präsident Obama. „Es war von ihm ein großer Fehler, eine ‚rote Linie‘ zu formulieren und dann doch nicht zu handeln.“ Damit habe er seine Position geschwächt und vielen Fehlern, die er in Bezug auf den Nahen Osten schon gemacht habe, einen weiteren hinzugefügt. Er, Volker Kauder, sei sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vollkommen einig in der Ablehnung jeglichen militärischen Einsatzes und auch darin, dass Deutschland das Verhalten der USA auch moralisch nicht unterstützt.

Humanitäre Hilfe ja, den politischen Dialog wieder aufnehmen, ganz wichtig – so der christdemokratische Spitzenpolitiker in der Scheune im Hause Sauter in Epfendorf gegenüber einem sehr interessierten Publikum.

Geht das überhaupt, die wichtigen, existenziellen Themen beim fein schmeckenden kulinarischen Brunch, das keine Wünsche offen ließ und das von den Landfrauen von Schenkenzell vorzüglich zubereitet worden war, und neben beschwingter musikalischer Unterhaltung durch Siegfried Bantle anzusprechen und zu diskutieren? Es geht. Und wie!

Nach der Begrüßung durch den CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Carsten Brügner und durch den Gastgeber, Biolandwirt Johannes Sauter nutzte Volker Kauder die Gelegenheit, sowohl auf die Verachtung und Vernachlässigung der ländlichen Räume durch die Grünen hinzuweisen wie auch die veränderte Einstellung eines Großteils der Bevölkerung zu betonen, die sich gegen Massentierhaltung und für eine ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft aussprechen: „Gleichzeitig aber sind viele nicht bereit, für die dann mit größerem Aufwand und weniger Ertrag erzeugten landwirtschaftlichen Produkte mehr zu bezahlen“, zeigte der Unionspolitiker eine Diskrepanz in Anspruch und Wirklichkeit aus, über die man in der nächsten Legislaturperiode nachdenken und mit den Menschen sprechen müsse.

Die am Tag zuvor gemähten Strohballen waren als perfekte Theke aufgebaut worden, auf der die Besucher Wurst, Käse, Marmelade, Hefezopf und vieles mehr anlachten: geradezu sichtbares Zeichen für Lebensfreude und Vielfalt des ländlichen Raumes, deren Zukunft sowohl Volker Kauder wie auch der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Stefan Teufel durch die grün-rote Landesregierung in Stuttgart in Gefahr sehen. Bezeichnend dabei für beide die Politik der grünen Wissenschaftsministerin gegen die Musikhochschule in Trossingen. „Bei Erwin Teufel wäre dies Chefsache“, kritisierte Volker Kauder das bisherige Wegducken des grünen Ministerpräsidenten.

Die Abgeordneten dieses Wahlkreises, Volker Kauder und Stefan Teufel sagten gemeinsam zu, sich für den Erhalt von Trossingen einzusetzen und sind bereit, an einem tragfähigen Konzept mitzuwirken. Kauder: „Der Dirigent der Berliner Philharmoniker, Simon Rattle hat mir vor kurzem stolz berichtet, dass alle seine Paukisten ihre Ausbildung in Trossingen absolviert haben. Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen.“

Und mit einem süffisanten Unterton fügte er hinzu, dass er sich merke, wie aus Freiburg die Trossinger Musikhochschule von oben herab behandelt worden sei: „Wir sind keine Kulturbanausen.“ Und unsere Kinder seien auch nicht dazu, um an ihnen ideologische Experimente bei der Bildungspolitik durchzuführen“, kritisierte der christdemokratische Spitzenpolitiker die Schulpolitik von Grünrot im Land.

Was genau so mit Beifall und großer Zustimmung zur Kenntnis genommen wurde, wie der symbolträchtige Beginn dieses mehrstündigen Brunches in der Dorfmitte von Epfendorf, dem, wie Johannes Sauter sagte, noch einzigen landwirtschaftlichen Betrieb innerhalb des Ortes: Sein Vater, Franz Sauter und Vorgänger von Volker Kauder als Bundestagsabgeordneter holte seinen seit nunmehr 23 Jahren im Wahlkreis immer wieder von den Menschen mit deutlicher Mehrheit gewählten Nachfolger mit dem Traktor ab und brachte ihn „zielsicher“ an den Ort des Geschehens.

Volker Kauder lobte wiederum seinen heute 85-jährigen Nachfolger für die nahtlose Übereinstimmung in den Grundsatzfragen und Wertorientierungen, die in dem „C“ der Partei ihre Verankerung haben, sondern er erwähnte, dass Sauter noch heute bei den Abgeordneten, die ihn von seiner, damals Bonner, Zeit kennen, in allerbester Erinnerung haben.

aktualisiert von Andreas Lampprecht, 10.09.2013, 13:16 Uhr
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